Der Unternehmenswertrechner liefert kostenlos eine Online-Unternehmensbewertung auf der Basis von 30 Verfahren wie DCF, Multiples, KGV, APV, WACC, CAPM, EBIT (Freeware). Auch für Gerichtsgutachten verwendbar. Die Ermittlung erfolgt aufgrund eines Methoden-pluralistischen Ansatzes laut Gewichtungstabelle.

Unternehmensbewertung online
Unternehmenswert-Ermittlung vs. Due-Diligence-Untersuchung

1. Einleitung
Der Unternehmenswert ist der potentielle Marktpreis eines Unternehmens. Beim häufigsten Bewertungsanlaß "Kauf/Verkauf eines Unternehmens oder Unternehmensteiles" liegt der Fokus auf dem Kaufpreis, so daß die Unternehmensbewertung gegenüber der nachfolgenden "Kaufpreisbildung" in den Hintergrund gerät; dominie-rend ist die für den Auftraggeber günstige Beeinflussung des Kaufpreises gegenüber dem potentiellen Vertrags-partner Insofern ist die Unternehmensbewertung zu einem der vielen Verhandlungsparameter bei Unternehmenstransaktionen degeneriert. "Price is what you pay. Value is what you get". Die einsinnigen Unterscheidungen zwischen "Wert" und "Preis" sind in der praktischen Anwendung anlässlich von Unternehmenstransaktionen nicht so wichtig (value = price).
Die Due-Diligence-Untersuchung, meist kurz als DD bezeichnet, ist die systematische rechtliche und betriebs-wirtschaftliche Analyse zur Beurteilung der Vorteilhaf-tigkeit eines Vertragswerkes für eine geplante Unternehmenstransaktion'); bisweilen werden auch die Be-zeichnungen "Due-Diligence-Prüfung", ,Due-Diligenc("Audits" ("DDA") bzw. "Due Diligence Reviews") verwendet). Die Due-Diligence-Untersuchung dient der umfassenden zielorientierten Informationsver-sorgung eines Entscheidungsträgers im Verlaufe eines Akquisitionsprozesses auf Käuferseite bzw. einer Desin-vestition auf Verkäuferseiten. Das Vertragswerk kann im Entwurf bereits vorliegen, oder es kann während bzw. nach erfolgter Due-Diligence-Untersuchung entwickelt werden. Der Fokus der Untersuchung kann auch nur auf einen einzigen, vom Adressaten vorgegebenen Untersuchungsgegenstand liegen. Der Bedarf für Due-Diligence-Untersuchungen, früher nur bei Groß-Unternehmen üblich, hat sich auf mittelständische Unternehmen ausge-weitet.
Nicht zu Unrecht sagen die Amerikaner: "Give the seller his price but you dictate the terms". Nicht (nur) der Preis, sondern das gesamte Vertragswerk hat auf dem Prüfstand einer Due-Diligence-Untersuchung zu stehen. Die Einstellung der Bewertungsadressaten, nur den "angemessenen" oder "marktorientierten" Kaufpreis durch Bewer-tung eines Unternehmens mit der alleinigen Zielgröße: den "Wert des Unternehmens" (oder: den "Wert eines Anteils") zu erfahren, geht zurück).
Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß bei dem Bewertungsanlaß Kauf/Verkauf eines Unternehmens bzw. eines Anteils an einem Unternehmen das Angebot eines "Preises" letztlich den Vorschlag eines "Package" bedeutet. Bei Lichte gesehen ist die traditionelle "Unternehmensbewertung" nur ein Aspekt unter vielen im Rahmen einer gründlichen Durchleuchtung des Zielobjektes. Ein Preisvorschlag innerhalb einer Vertragsverhandlung bezieht sich letztlich immer auf ein gesamtes Paket von Leistungen. Neben der Zahlung des Kaufpreises gehören dazu die Zahlungsbedingungen, die Festlegung des Übergabezeitraumes, die Regelung des Umfanges, was gekauft bzw. was nicht gekauft wird und alle sonstigen indirekten Vor- und Nachteile (z.B. Zahlungen für Wettbewerbsverbote, Regelung eines überleitenden Mitarbeiters des Alt-Eigentümers. Hierbei sind auch psychologische, imagebezogene und reputationsrelevante direkte und indirekte Vorteile von besonderer Bedeutung. Es kann z.B. wichtig sein, daß bei der Transaktion eines mittleren Unternehmens der Verkäufer weiterhin als Berater tätig ist, dieser aber auch wichtige Positionen in der Politik der Gemeinde oder des betreffenden Landes ausübt. In anderen Fällen kann es von hoher Bedeutung sein, daß der Alt-Eigentümer effektiv ausscheidet. Gerade wenn eine Einigung über den Kaufpreis nicht direkt möglich erscheint, können Zugeständnisse bei den indirekten Vorteilen (insb. der Zahlungsmodalitäten und bzgl. der Zusatzverträge) weiter helfen, speziell, wenn vorab Festlegungen über den Kaufpreis durch eine. Vertragspartei erfolgt sind. In den Nebenbedingungen können dann Vorteile festgelegt werden, die es der anderen Vertragspartei erlauben, ohne Gesichtsverlust den einmal eingenommenen Standpunkt zu einem speziellen Teilthema ("Kaufpreis") bei dem beabsichtigten Transaktionsprozeß durchzuziehen.
Ziel für die Auftragserteilung einer Due Diligence ist, vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung dem Auftraggeber ein umfassendes Bild zu vermitteln, das ihm eine fundierte Beurteilung einer Transaktion ermöglicht und insb. die Stärken und Schwächen, aber auch die Chancen und Risiken einer Transaktion offen-legt.



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in der Einleitung.